Oh Baby Party Interviews: Camilla vom Mummy Mag

Camilla im Oh Baby Party Interview

Wir haben Deko Queen Camilla zu ihren persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Tipps rund um Baby Partys befragt:

Liebe Camilla, du bist nicht nur Gründerin des erfolgreichen Mummy Mag Magazins und Geschäftsführerin der neuen Social Moms Agency, sondern auch selber zweifache Mama. Sowohl aus eigener Erfahrung als auch berufliche spielt das Thema „Mutterschaft“ mit allen Facetten eine wichtige Rolle in deinem Leben. Los geht die Reise ins „Abenteuer Mama“ mit dem positiven Schwangerschaftstest: dann beginnen aufregende neun Monate! Gegen Ende der Schwangerschaft feiern immer mehr Frauen eine sogenannte Baby Shower oder Baby Party, um sich auf den Endspurt einzustimmen und die Vorfreude mit ihren Liebsten zu teilen. Ein Trend, der aus den USA zu uns rüber geschwappt ist und von dem man immer öfter hört und liest! Wann hast du – beruflich wie privat – das erste Mal davon gehört und was hältst du von dem Trend?

Das erste Mal habe ich davon erfahren, als meine besten Freundin schwanger war. Ich war keine Mutter und sie wollte eine Babyshower. Damals fand ich die Idee noch total amerikanisch und mir war ehrlich gesagt gar nicht klar, dass ich sie hätte organisieren sollen. Erst als sie mich später mit einer Babyshower für Helene überrascht hatte, begriff ich das. Ich habe mich dafür dann beim zweiten Kind mit einer ganz tollen Überraschungsparty revangiert. Und ehrlich gesagt, ich finde das ist eine wirklich schöne Tradition – denn ist das Baby erst mal da, kommt man so schnell in großer Runde nicht mehr zusammen. Natürlich geht es dabei vor allem um das Zusammen sein, weniger um die Geschenke. Aber es macht natürlich auch unfassbar viel Spaß, sich ein Motto zu überlegen, alles toll zu dekorieren und so wirklich schöne Erinnerungen zu schaffen.

Hast du vor der Geburt deiner Kinder eine Baby Shower gefeiert – und wenn ja, wurdest du überrascht oder hast du die Planung selbst in die Hand genommen?

Ich wurde zweimal überrascht – und habe wirklich beide Male überhaupt nix geahnt. Beim zweiten Mal wurde ich den Park gelotst und hatte meine Brille nicht auf – ich war super erstaunt, weil ich meinte: „Ach schau mal, wie lustig, da vorne sind ja auch Joscha und Julia. Die gehen bestimmt auch frühstücken.“ Und je näher ich kam, desto mehr Gesichter erkannte ich. Erst als alle vor mir standen und „Überrschung“ riefen, begriff ich, dass das meine Party war. Wie gesagt, das war schon bei Oskar. In solchen Dingen bin ich anscheinend etwas schwer von Begriff… Es war super toll und ein wahnsinnig schöner, unvergesslicher Vormittag mit meinen besten Freunden.

Wer dich kennt, weiß: keine Party ohne Camilla! Du bist nicht nur Stimmungskanone sondern auch Dekoqueen! Welche Tipps hast du für die Ausrichtung einer Baby Shower? 

Hahaha, naja, es gibt auch ohne mich gute Partys. Aber ja, ich liebe es zu dekorieren, zu schmücken und meine Abende auf der Couch damit zu verbringen, zu recherchieren und zu basteln. Grundsätzlich heißt mein Motto in Sachen Deko „Es gibt nicht zuviel“. Man muss auch gar nicht unbedingt super viel Geld in die Hand nehmen – wie gesagt, ich mache auch viel selbst. Aber man sollte nicht unterschätzen welchen Unterschied es macht, ob man 10 oder 50 Luftballons verteilt, oder ob man eine oder zehn Girlanden aufhängt. Damit kreiert man direkt eine völlig andere Stimmung und hat das Gefühl wirklich etwas zu feiern. Ansonsten finde ich Blumen immer toll – und schönes Geschirr. Alles Dinge, die man auch immer wieder verwenden kann, oder die auch, einzeln verwendet, den Alltag verschönern. Also eine gute Investition!

Auf welche Deko-Elemente legst du bei einer Baby Party wert und welche Art von „Spielen“ kannst du empfehlen – und worauf kann man deiner Erfahrung nach auch getrost verzichten?

Ich finde es einfach toll, wenn man sieht, dass sich jemand Mühe gegeben hat. Wie gesagt, es muss kein großes Budget sein, aber ich würde hier lieber mehr Geld auf die Deko, das Essen und das Miteinander setzen, als auf die Geschenke. Hier macht es auch immer Sinn, ein großes Gemeinschaftsgeschenk zu machen, als am Ende sieben Spieluhren zu bekommen. Und Spiele? Tja, es gibt ein paar nette Spiele, schön sind auch persönliche Wünsche für die Mama oder das Baby, die dann in einer Box landen und später geöffnet werden. Andere Spiele wie Brei-Tasting und Co… ich denke die braucht es nicht wirklich. Wichtig ist doch eher die Zeit für Gespräche, das gemeinsame Lachen und das Zusammensein.

Eine letzte Frage, denn egal wie genau gefeiert wird: zu jeder Form der Baby Party gehören meist kleine Geschenke für Mutter und/oder Baby. Als wahre Expertin auf diesem Gebiet: was würdest du Schenkenden als Empfehlung ans Herz legen?

Wie oben schon gesagt, hier braucht es nicht super viel. Also entweder ein großes Geschenk, wie eine Babytrage oder ein Tragetuch, für das alle zusammen legen. Oder den ersten Hochstuhl. Eltern geben so viel aus, da ist ein wenig Hilfe nicht schlecht. Aber viele haben ja zu diesem Zeitpunkt schon alles, daher sind auch Geschenke für die Mama, z.B. eine Schwangerschafts- oder Wochenbettmassage oder eine Handykette – die Hände werden ja fortan für das Baby gebraucht – wirklich toll. Doch am Ende zählt einfach, dass sich Freunde die Zeit für einen nehmen. Das ist mehr wert als jedes Geschenk.

Vielen Dank für das Interview, liebe Camilla!